Nackenverspannung lösen: Erste Hilfe bei Nackenschmerzen

11.10.2016  |  Erste Hilfe

Sie sind äußerst unangenehm, können sehr schmerzhaft werden und halten sich zu allem Übel oft auch hartnäckig - Nackenverspannungen zählen zu den häufigsten Beschwerden der Moderne und schränken die Lebensqualität erheblich ein. Von Zeit zu Zeit weitet sich die Verspannung im Schulter-Nacken-Bereich weiter aus und löst auch Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen aus.

 

Unser Ratgeber bietet Ihnen Erste Hilfe bei Nackenschmerzen: Erfahren Sie hier, wie die Verspannungen und Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich entstehen (z.B. aufgrund von Fehlhaltungen im Büro), welche Symptome typisch sind bzw. welche Arten von Nackenbeschwerden es gibt (beispielsweise Nackenstarre) und wie Sie am besten Nackenverspannungen lösen (etwa durch Wärmetherapie mit einem beinio®med Moorkissen Nacken).

 

 

 

 

 


Nackenschmerzen Ursachen

Nackeschmerzen und steifer Nacken treten besonders häufig bei langen Bürostunden auf.Die Ursachen für Nackenschmerzen sind vielfältiger Natur. Besonders häufig entstehen Nackenschmerzen aufgrund von Muskelverspannungen – zum Beispiel durch eine schlechte Körperhaltung sowie monotone Bewegungsabläufe und langes Sitzen am Arbeitsplatz. Andere Nackenschmerzen Ursachen können auch Verletzungen (z. B. Schleudertrauma) oder Erkrankungen wie Arthrose sein.

Gesundheitsexperten unterscheiden zwischen

  • spezifischen Nackenschmerzen &
  • unspezifischen Nackenschmerzen.

 

Unspezifsche Nackenschmerzen

Bei unspezifischen Nackenschmerzen ist eine direkte Ursache nicht erkennbar. Dann spielen meist gewisse Risikofaktoren wie z. B. Übergewicht, Schwangerschaft, körperliche Arbeit (besonders Bauarbeiter und Krankenschwestern), einseitige Belastungen (z. B. im Büro), psychische Faktoren (Stress, Ängstlichkeit, Depressionen) eine wesentliche Rolle.

Spezifsche Nackenschmerzen

Spezifische Nackenschmerzen treten unter anderem in Zusammenhang mit Ursachen wie Verletzungen (z. B. Schleudertrauma nach Auffahrunfall), Bandscheibenvorfall, Arthrose, Nebenwirkung von Medikamenten (Steroidmedikation) auf.

 

Unspezifische Nackenschmerzen treten weitaus häufiger auf als spezifische Nackenschmerzen. Insbesondere Muskelverspannungen sind allgegenwärtig. Ernste Erkrankungen sind hingegen als Ursache für Nackenschmerzen eher eine Ausnahme.

 

Muskuläre Verspannungen gelten nach wie vor als häufigste Ursache für Nackenschmerzen. Diese Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich und eine daraus resultierende Muskelverhärtung im Nacken werden unter anderem durch Faktoren wie monotone Bewegungsmuster (z. B. am Arbeitsplatz), psychische Faktoren (z. B. Stress, Ängste, depressive Verstimmung), Haltungsprobleme, unzureichend trainierte Nackenmuskulatur, Überlastung der Nackenmuskulatur (z. B. durch ständige, schwere Überkopf-Arbeiten z. B. bei Malern) begünstigt. Betroffene sind dann auf eine nachhaltige Hilfe bei Nackenschmerzen angewiesen.

Nackenverspannung lösen mithilfe der Naturmoor-Wärmetherapie

Besonders kritisch ist, dass aufgrund von Verspannungen häufig eine ungünstige Schonhaltung eingenommen wird. Auf diese Weise können sich die muskulären Verspannungen und damit auch die Nackenschmerzen weiter verstärken. Der Nackenschmerzen-Behandlung kommt daher umso mehr Bedeutung zu. Sanfte Bewegungen ohne Hast gelten dabei als wichtiger Therapie-Baustein bei den meisten Formen von Nackenschmerzen.

 

 


Nackenverspannungen Symptome

Stundenlang schlechte Körperhaltung im Büro begünstigt Nackenprobleme
Nacken- und Schulterschmerzen, starke Nackenschmerzen, Nackenstarre bzw. steifer Nacken – der Begriff „Nackenschmerzen“ steht für unterschiedliche Beschwerden. Den Nackenschmerz an sich gibt es also eigentlich gar nicht. Fest steht allerdings: Besonders häufig sind Nackenschmerzen Folge von muskulären Verspannungen – und die zeigen sich durch ganz charakteristische Symptome. Treten bestimmte begleitende Beschwerden auf, ist der Gang zum Arzt wichtig.

 

Hier die Nackenverspannungen Symptome im Überblick:

Akute & chronische Nackenschmerzen

Grundsätzlich unterscheiden Experten im Hinblick auf die Schmerz-Dauer zwischen

 

  • akuten,
  • subakuten
  • und chronischen Nackenschmerzen.

 

Nackenschmerzen länger als 12 Wochen. Gerade länger anhaltende Schmerzen bzw. Nackenschmerzen, die sich trotz einer eingeleiteten Behandlung nicht bessern, sollten dabei von einem Arzt abgeklärt werden. So können chronische Nackenschmerzen mit bestimmten Grund-Erkrankungen in Verbindung stehen, die eine spezielle Behandlung gegen Nackenschmerzen erfordern.

Tipp: Bei chronischen Nackenschmerzen ist es sinnvoll, ein Schmerztagebuch zu führen, das dem Arzt wertvolle Hinweise für die Diagnosestellung geben kann. Lassen Sie sich dazu im Zweifel von Ihrem Arzt beraten.

Steifer Nacken

Verspannungen sind die häufigste Ursache für einen steifen Nacken. Es kommt zu Bewegungseinschränkungen des Kopfes, wiederum mit der Folge, dass man den Kopf starr gerade hält oder rückwärts beugt. Warum aber führen Verspannungen zu einem steifen Nacken und entsprechenden Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im Nackenbereich?

Der Grund ist einfach: Verspannte Muskeln verkürzen sich und machen somit auch die gewöhnlichen Bewegungsabläufe zum Problem. Dabei treten häufig Nacken- und Schulterschmerzen in Kombination auf.

Wichtig: Nackensteifigkeit kann auch als Symptom bestimmter Krankheiten auftreten. Dazu zählen Entzündungen wie z. B. Meningitis oder ein Abszess im Rachenraum.

 

 


Behandlung: so können Sie Verspannungen im Nacken lösen

Vermeidung einer Schonhaltung als wichtige Basis um Verspannungen im Nacken zu lösen: Bei Nackenschmerzen verfallen viele Betroffene in eine ungünstige Schonhaltung. Gerade wenn muskuläre Verspannungen am Hals und Nacken vorliegen, geht die Tendenz umso mehr in Richtung „steifer Nacken“. Doch genau hier lauert die Gefahr: Die Beschwerden können durch eine solche Schonhaltung, die man aufgrund der Verspannung einnimmt, noch zunehmen. Insbesondere bei Verspannungen sind die betroffenen Muskeln ohnehin bereits verkürzt und verursachen Schmerzen bei Bewegung. Eine Schonhaltung verstärkt derartige Verspannungen und Verkürzungen der Muskulatur. Daher lautet die zentrale Empfehlung sanfte Mobilisation.

 

  • Leitlinien-Empfehlung bei akuten Nackenschmerzen (Dauer 0-3 Wochen): Regelmäßige, dauerhafte sportliche Betätigung, Selbstmassage und möglichst frühe Wiederaufnahme der Alltagsaktivität

 

  • Leitlinien-Empfehlung bei subakuten und chronischen Nackenschmerzen (Länger als 3 Wochen bzw. länger als 12 Wochen): Krankengymnastik, postisometrische Relaxation (Muskelenergietechnik), Muskelkräftigung (bei chronischen Nackenschmerzen)

 

 

Mittel gegen Nackenschmerzen

Insbesondere bei akuten Nackenschmerzen ohne erkennbare Grunderkrankung (unspezifische Nackenschmerzen) spielen schmerzlindernde Medikamente zum Nackenstarre-Lösen eine wichtige Rolle. Schließlich ist die gezielte Bekämpfung der Schmerzen die Grundvoraussetzung, um sanfte Bewegung überhaupt erst wieder möglich zu machen und die ungünstige Schonhaltung zu vermeiden. Mithilfe der Mittel gegen Nackenschmerzen kann dies gewährleistet werden.

Es gilt jedoch auch weitere Therapiebausteine zur Behandlung von Nackenschmerzen zu beachten. Je nach Ursache und Art der Beschwerden können weitere Therapiebausteine bei Schmerzen im Nacken zum Einsatz kommen, insbesondere bei länger anhaltenden Nackenschmerzen:

Krankengymnastik ggf. mit Mobilisation, Chiropraktik, Akupunktur, Massage, Entspannungsverfahren (z. B. Autogenes Training, Progressive Muskel-Entspannung nach Jacobson), psychologische Schmerztherapie sowie die Wärmetherapie mit Wärmekissen. Gerade spezielle Moorkissen, die mit Naturmoor gefüllt sind, bieten eine zusätzliche natürliche Hilfe, denn Sie geben wohltuende Tiefenwärme für mehrere Stunden kontinuierlich ab. Durch das wunderbare Hausmittel Wärme wird die Durchblutung gefördert und der Muskel entspannt sich.   

Sollte der Verdacht auf eine Grunderkrankung bestehen, erfolgt in der Regel eine Überweisung zum Spezialisten – zum Beispiel zum Neurologen, Orthopäden oder Internisten.

 

 

 


Nackenschmerzen-Übungen

Nackenstarre nachhaltig lösen durch gezielte Übungen

Bei akuten Nackenschmerzen, die nicht auf eine Grunderkrankung zurückzuführen sind – Experten sprechen hier von unspezifischen Nackenschmerzen – empfiehlt die Leitlinie zur Behandlung der Schmerzen ausgewählte Nackenschmerzen Übungen.

Wichtig: Lassen Sie sich bei akuten Beschwerden von Ihrem Arzt oder Physiotherapeuten beraten, ob die folgenden Nackenverspannungen Übungen auch in Ihrem individuellen Fall geeignet sind.

Sollten Sie derzeit keine Beschwerden im Nackenbereich haben und eher auf die Vorbeugung von Nackenschmerzen abzielen wollen, finden Sie hier präventive Übungen zur Stärkung und Lockerung der Nackenmuskulatur. Die größere Beweglichkeit und Fitness beugt einer unangenehmen Nackenverspannung zusätzlich vor.

 

Hilfe bei Nackenverspannungen: Übung 1

Stellen Sie sich aufrecht hin, lassen Sie die Arme seitlich hängen. Die Schultern sind dabei abgesenkt.

Jetzt heben Sie beide ausgetreckten Arme langsam in die Waagerechte – die Arme stehen nun ähnlich wie Tragflächen von einem Flugzeug seitlich ab.

Wichtig: Ziehen Sie die Schultern dabei runter, halten Sie die Arme gestreckt und achten Sie auf den Zug im Bereich von Nacken und in den Armen. Der Muskelzug kann sowohl im Nacken und im Arm oder auch nur in den Armen auftreten.

Es ist nicht schlimm, wenn Sie die Endposition der Arme (Flugzeug) nicht ganz erreichen. Sie sollten Ihre Grenzen nicht überschreiten und die Arme nur so weit anheben, wie das Ziehen in den Muskeln noch angenehm ist.

 

Halten Sie die Position ca. 20 Sekunden und wiederholen sie die Übung als Hilfe bei Nackenverspannungen einige Male. Sehen Sie selbst, Sie fühlen sich bei regelmäßiger Ausübung schon bald entspannter und gesünder.

 

Nackenschmerzen-Hilfe durch Übung 2

Stellen Sie sich aufrecht hin und lehnen Sie Ihren Kopf und Rücken an einer Wand an.

Der Hinterkopf und die Schultern sollten dabei fest an die Wand gedrückt werden – auch die Hals-Wirbelsäule sollte in Richtung Wand gedrückt sein.

Dosieren Sie Ihre Kraft und führen Sie die Übung so aus, dass sie für Sie noch angenehm ist und sich gesund anfühlt. Jetzt den Druck etwa 20 Sekunden lang halten und wieder entspannen.

Wiederholen Sie diese Übung zur Nackenschmerzen-Hilfe am besten mehrmals am Tag.

Extra-Tipp: Diese Nackenschmerzen Übung können Sie als Beifahrer auch während der Autofahrt durchführen.

 

Wärmetherapie bei Nackenschmerzen

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